Jagdhunderassenporträt


Vorstehhund

Als Vorstehhunde werden alle Hunde beziehungsweise alle Hunderassen bezeichnet, die als Jagdhunde die Eigenschaft des Vorstehens ausgeprägt vorweisen. Der vorstehende Hund zeigt dem Jäger, dass er Wild gefunden hat. Grundsätzlich ist die Fähigkeit zum Vorstehen angewölft (angeboren), kann aber in der Ausbildung des Vorstehhundes gefördert werden.

Eigenschaften: Allen diesen Hunden ist eigen, dass sie dem Jäger entdecktes Wild durch Vorstehen anzeigen. Dabei verharren sie beispielsweise ohne Laut zu geben in ihrer Bewegung und heben meist gleichzeitig einen Vorderlauf, seltener einen Hinterlauf, und winkeln diesen an. Der Jäger kann sich dann zur Schussabgabe vorbereiten, muss das vom Hund gefundene Wild aber selbst heraustreten (aufscheuchen). Vorstehhunde sind auf diese spezielle Fähigkeit abgerichtet, die dem gegenübersteht, und nicht dafür vorgesehen, die Beute selbst zu erjagen.

Geschichte: Vorstehhunde wurden auch beim Trassieren eingesetzt und die Hunde, die zur Jagd auf Geflügel eingesetzt wurden, auch als Hühnerhunde bezeichnet. In England begann sich die sportliche Art des Vogeljagens auf Geflügel mit Settern (englisch setting dogs für sitzende Hunde) zu entwickeln, die sich beim Anzeigen des Wildes niederlegen. Pointer stehen dagegen idealerweise wie ein Pfeil (englisch to point von zeigen) in Richtung Beute. Sie weisen mit seiner Nasenspitze exakt in Richtung Geruchsquelle, insbesondere wenn kein Sichtkontakt besteht.

Quelle: Wikipedia

Rassen — Vorstehhunde sind Jagdhunde und werden in zwei Gruppen eingeteilt:

Kontinentale Vorstehhunde Englische Vorstehhunde
Braque d'Auvergne English Setter
Braque du Bourbonnais Gordon Setter
Braque Français Irish Red and White Setter
Braque Saint-Germain Irish Setter
Deutsch Kurzhaar Pointer Pointer
Deutsch Drahthaar  
Deutsch-Langhaar  
Epagneul Breton  
Epagneul Français  
Griffon  
Großer Münsterländer  
Kleiner Münsterländer  
Magyar Vizsla (Kurzhaariger/Drahthaariger)  
Pudelpointer  
Pudelpointer Deutsch Drahthaar  
Spinone  
Weimaraner (Langhaariger/Kurzhaariger)  

Erdhund

Erdhunde oder Bauhunde sind Jagdhunde, zu denen zum Beispiel folgende Rassen zählen:

Rassen:

  • Dachshunde (Dackel) in drei Größen
    (Kaninchen, Zwerg- und Standard) als Rauhaar, Langhaar und Kurzhaar.
  • Deutscher Jagdterrier
  • Foxterrier
  • Parson Russell Terrier

Erdhunde haben einen so geringen Brustumfang, dass sie Fuchs oder Dachs, selten auch dem Kaninchen in den unterirdischen Bau folgen können.

Sie versuchen den Fuchs oder Dachs durch Verbellen und leichte Angriffsversuche zum Verlassen des Baus zu bringen. Bauhunde die zu aggressiv sind, verletzen sich beim Angriff, besonders auf den Dachs leicht. Sie sind für die Arbeit nicht zu gebrauchen.

Bauhund zur Dachsjagd: Der Dachs lässt sich nur in seltenen Fällen zum Verlassen des Baues bewegen. Es wird dann oft ein Einschlag (das heißt es wird ein Loch zum Bauhund gegraben) notwendig sein, um den Dachs zu erlegen. Um den Einschlag immer so zu planen, dass er auf den Hund kommt, wird dem Bauhund ein Sender umgehängt. Mit einem Ortungsgerät kann jetzt festgestellt werden, wo genau sich der Hund befindet.

Heute werden immer öfter künstliche Bauten für den Fuchs angelegt um die Arbeit für den Bauhund zu erleichtern.

Quelle: Wikipedia

Schweißhund

Schweißhunde — (Jägersprache: schweißen = bluten) sind Jagdhunde, die darauf spezialisiert sind, krankes (verletztes), schweißendes Schalenwild im Rahmen der Nachsuche zu suchen und zu stellen. Von den Jagdverbänden für die Nachsuche regelmäßig anerkannte Rassen sind heute:

  • der Hannoversche Schweißhund,
  • der Bayerische Gebirgsschweißhund und
  • die Alpenländische Dachsbracke.

Außerdem macht seit kurzem die Neuzüchtung Schwarzwälder Schweißhund in Jägerkreisen wegen ihrer Leistungen von sich Reden.

Ein Schweißhund zeichnet sich durch ungewöhnliche Nasenstärke, Ruhe, Wesensfestigkeit und Finderwillen aus. Die Suche mit dem Schweißhund gilt als die Krönung des Waidwerks. Es ruft größte Verwunderung hervor, wenn z. B. ein Hund am Folgetag nach der Verletzung des Wildes und bei regnerischem Wetter das Wild nach stundenlanger Suche in mehreren Kilometern Entfernung findet und stellt.

Allerdings ist durch einen erfahrenen Jäger immer der Anschuss (dort wo das Stück vermeintlich getroffen wurde) zu untersuchen. Ist von einem tödlichen Treffer (z. B.: Herz oder Lunge) auszugehen, dann sollte unverzüglich nachgesucht werden, um das Fleisch nicht verderben zu lassen. Ist von einem nicht tödlichen Treffer auszugehen, dann sollte erst ein paar Stunden später nachgesucht werden, damit das Wild sich ausruht (Adrenalinabbau) und nicht über weite Strecken gehetzt werden muss.

Schweißhunde und ihre Hundeführer sind Spezialisten die gerade für schwierige oder voraussichtlich lange Nachsuchen erforderlich werden. Da die Leistung der Schweißhunde nur durch häufigen Nachsucheneinsatz und Training erhalten werden kann, sind gute Hunde selten und teuer.

Die Masse der Jagdpächter könnte kaum den hohen persönlichen Einsatz für die Schweißhundeausbildung und Führung erbringen. Die Schweißhundeführer sind daher bei den Landesjagdverbänden registriert, damit die Jägerschaft gegebenenfalls Hilfe bei einem nahegelegenen Schweißhundführer erbitten kann.

Quelle: Wikipedia

Apportierhunde

Als Apporteure oder Retriever bezeichnet man Jagdhunde, die geschossenes Nieder- oder Feder-Wild finden und anschließend zum Jäger zurückbringen. Diesen Vorgang bezeichnet man als Apportieren.

Anerkannte Rassen: Es gibt sechs von der FCI anerkannte Hunderassen, die zur Gruppe der Retriever gehören:

  • Chesapeake Bay Retriever (Ursprungsland: Vereinigte Staaten)
  • Curly Coated Retriever (Ursprungsland: England)
  • Flat-coated Retriever (Ursprungsland: England)
  • Golden Retriever (Ursprungsland: England)
  • Labrador Retriever (Ursprungland: Kanada, Neufundland)
  • Nova Scotia Duck Tolling Retriever (Ursprungland: Kanada, Neuschottland) 

Verwendung allgemein: Die Apportierhunde wurden gezüchtet, um erlegtes Wild (vor allem Flugwild) zu suchen und dem Hundeführer zu bringen. Diese Aufgabe erfordert ruhige und gut sozialisierte Hunde, welche hohe Intelligenz, Selbständigkeit und Ausdauer mit guter Führigkeit und Freude am Wasser verbinden.

Die Retriever werden in Österreich eher selten, aber in vielen Ländern Europas mit großem Erfolg bei der Jagd eingesetzt. Die guten Eigenschaften, auf denen die jagdliche Brauchbarkeit beruht, eignen sich auch für andere Aufgaben. Sie bringen hervorragende Leistungen bei Berg- und Lawinenunfällen (siehe Rettungshund) und man findet sie in vielen Hundestaffeln von Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen. Ebenfalls werden sie mit großem Erfolg als Drogenspürhunde eingesetzt.

Obwohl der Retriever als Gebrauchshund gezüchtet wurde, werden heute die meisten Retriever leider nur als Familienhunde gehalten. Auch als Familienhund benötigt der Retriever aber artgemäße Aufgaben; zum Beispiel durch Ausbildung zum Begleithund, Dummytraining (Apportieren) und/oder andere Hundesportarten.

Durch seinen sprichwörtlichen 'will to please' (den Wunsch es seinem Führer recht zu machen) wird die Ausbildung erleichtert.

Quelle: Wikipedia

Bildergalerie:

Foto 1: Großer Münsterländer, Foto 2 und 3: Kleiner Münsterländer,
Foto 4: Deutsch Drathaar, Foto 5 und 6: Labrador
Foto 7: Epagneul Breton, Foto 8: Epagneul Breton und Kurzhaarweimaraner


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